Biographie

 Nadine Wismer (1977)

Aufgewachsen in einem Dorf in der Ostschweiz. Die Mutter Erzieherin, der Vater Buchhalter. Als jüngstes von drei Kindern geht sie in die obligatorische Schule und erlernt den Spagat zwischen Kunstschaffendem und Bürgerlich-Zwingendem.

Nach dem Vorkurs an der Schule für Gestaltung in St. Gallen als  16-Jährige, macht sie im Kt. Solothurn ein Praktikum, in einer Gemeinschaft mit Menschen mit einer geistigen Behinderung. Ein Zusammenleben, in dem es selbstverständlich ist, dass die Menschen voneinander lernen können, egal welcher Normalität sie angehören.

Nach zweimaligem Versuch Psychiatrieschwester zu werden, erlernt sie das Nicht-Genügen und die Ängste des Versagens und fängt wissbegierig die Interstaatliche Maturitätsschule für Erwachsene an.

Dieser Versuch scheitert zweimal.

„Zu scheitern bedeutete für mich, auf mich selbst zurück geworfen zu werden. Ich musste mich mit dem auseinandersetzen, was mich ausmacht. Nicht immer schön, aber notwendig.“ Konstantin Wecker, die Kunst des Scheiterns

Gezwungen rücksichtslos, ohne Forderung nach Gerechtigkeit, mit dem Glauben, dass jedes Fähigkeitszeugnis, jeder Leistungsnachweis nur ein Spielmittel ist, um Menschen für wirtschaftliche Zwecke voneinander zu unterscheiden.

Auf kürzestem Weg erlangt Nadine Wismer Diplome als Hauspflegerin und als musikalische Grundschullehrerin.

Was trieb? Die Zellen, die in Nadas Körper Raum forderten und sie in eine Quarantäne zwangen. Daraus  eröffnete sich das Tiefste, Eigenste und mit dieser Wichtigkeit schuf sie 2008 das Tivoli.                                             

Was treibt? Die Möglichkeit  wahrzumachen, was in einer Menschenseele Platz hat, die feinen Fäden eines Momentes unserer Aufmerksamkeit, der uns berührt und weiterspinnen lässt.

Eine Bühne, auf der sich Laie und Profi treffen und somit der Stand eines Lebens seine Bedeutung verliert. In unregelmässigen Abständen finden in diesem Raum Aufführungen und Konzerte mit Künstlern von nah und fern statt . Die Plakate dazu stellt sie selber in Schnitttechnik, Holz oder Linoleum her.

Nadine Wismer singt, musiziert und schreibt auch selber leidenschaftlich gern und ist in der einen oder anderen Formation aktiv.

Es gibt nur einen Weg nach oben – keinen“ die neuen rosen